Mit AD(H)S in Führung: Wieso müssen Führungskräfte mit AD(H)S anders führen?

Das AD(H)S-Gehirn tickt anders. Informationen werden anders verarbeitet, der Lernprozess ist anders, die Botenstoffdynamik ist anders und damit ist die Emotionsregulierung anders. Das wirkt sich deutlich auf die Wahrnehmung der Welt und die Reaktionen auf diese aus. Wenn man weiß, wie man tickt, lässt sich damit prima zu recht kommen und andere besonders gut führen.

Für Menschen mit AD(H)S selbstverständlich. Doch damit kann nicht jeder gut umgehen.

Menschen mit AD(H)S legen Verhaltensweisen an den Tag, die bei Nicht-Betroffenen durchaus Verständnislosigkeit, Ratlosigkeit, Fassungslosigkeit und auch Feindseligkeit auslösen. Umso wichtiger ist es in der Zusammenarbeit die Karten offen auf den Tisch zu legen. Nur dann kann Verständnis füreinander entwickelt und unnötige Diskrepanzen, Streit und Stress vermieden werden. Ja dann ist es möglich, die individuellen Stärken und Vorzüge zum Wohle aller zielführend einzusetzen.

Gefahr für neurodivergente Menschen: Selbstausbeutung durch überzogene Selbstkritik

Kritisch mit sich selbst zu sein und sich selbst nicht alles zu glauben, ist ein wesentliches Moment der Selbstbegegnung. Fatal wird es, wenn das Sich-Hinterfragen eine Eigendynamik entwickelt. Dann wird das Leben scheußlich. Auf Schritt und Tritt belauern wir uns selbst, in der Hoffnung auf den entscheidenden Entwicklungsschritt. Doch gerade durch dieses Selbst-Beäugen mit Argusaugen ... Weiterlesen