Ein ganz besonderer Tag! Morgen, der 8. November.

Der 8. November. Ein ganz besonderer Tag?

Wissen Sie was morgen für ein besonderer Tag ist?
Morgen ist ein ganz besonderer Tag. Es ist der 8. November.

Aha. So, und nun?

An diesem Tag gab es in der Geschichte u. a. eine Reihe interessanter Ereignisse:
– Präsident Abraham Lincoln wird mit überwältigender Mehrheit für die zweite Amtsperiode bestätigt (1864)
(Lincoln hatte sehr lange sehr zu kämpfen bis er dies erreichte!)
– Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die Röntgenstrahlen (1895)
– Der Freistaat Bayern wird von Kurt Eisner ausgerufen (1918)
– Hitler-Ludendorff-Putsch im Bürgerbräukeller in München (1923)
– John F. Kennedy wird zum jüngsten Präsidenten der USA gewählt (1960)
– Die Wende in der DDR (1989)
– Ellen Johnson-Sirleaf wird in Liberia als erste Frau Staatsoberhaupt in Afrika (2005)

Um nur ein paar zu nennen. Doch diese Ereignisse allein sind mir keinen Beitrag wert.

Das Folgende schon.

Unsere Vorfahren, Kelten wie Germanen, feierten an diesem Tag über Jahrtausende eine Art Traumfest. Wohl angeregt durch die mystisch erscheinende Zeit der Herbstnebel mit den vom Laub sich befreienden Bäumen. Den immer kürzer werdenden Tagen und der immer größer werdenden Dominanz der Dunkelheit. Eine Zeit in der die Grenze von Tag zur Nacht verschwimmt. Wo die Grenze von Traum zur Wirklichkeit verschwimmt. Wie in den oben genannten Ereignissen. Da wurden tatsächlich ür viele Menschen Träume Wirklichkeit. (Ohne dies politisch irgendwie zu werten.)

Ein besonderer Tag also

Wir kennen die nun beginnende Zeit als die „Staade Zeit“, also die stille, ruhige Zeit. Die Zeit der Einkehr zu sich selbst. Dankbar zu sein was möglich war im ablaufenden Jahr und seine Schlüsse zu ziehen für das kommende Jahr.
Quasi als Vorbereitung des zum Ende sich neigenden Jahres um Kraft zu schöpfen für das neue Jahr.
Die Zeit der Jahreserholung beginnt nun.
Wir stimmen uns ein auf die nächste Runde und schöpfen für sie Kraft. Wir richten den Blick mehr in uns selbst als nach außen. Das lässt uns in uns selbst ruhen und sicher werden.

Seit tausenden Jahren haben sich die Menschen die Rhythmen der Natur zu Nutze gemacht. Anerkannt was gerade dran war. Von der Natur unterstützt. Religionen und Weltanschauungen machten sich diese Rhythmen seit jeher zu Nutze. Was wir heute als Brauchtum kennen, ist nicht die Wahrheit im tieferen Sinne. Sondern eine aktuelle Auslegung von Naturerscheinungen.

Doch ist das schlimm? Nein, überhaupt nicht. Das ist sogar großartig. Den das beweist, der Mensch hat sich im Grunde seit etlichen tausend Jahren nicht verändert. Er spricht noch immer unverändert auf diese uralten Gesetzmäßigkeiten an. Da sind Lichtkuren, Wecker und Klimaanlagen machtlos.

Oder warum glauben Sie schmecken uns Plätzchen und deftige Speisen um diese Jahreszeit besonders gut und im Frühling lechzen wir nach mehr frisch gewachsenem?
Wieso ist es schier unmöglich in den nächsten beiden Monaten nachhaltig abzunehmen und ab März/ April purzeln die Pfunde fast von allein?
Wieso fällt so vielen aktuell das Aufstehen schwer und im Sommer springt man gerade zu aus den Federn?
Warum fällt es uns aktuell vielleicht schwer sich das nächste Jahr vorzustellen und ab Januar/ Februar können wir es gar nicht erwarten anzupacken?
Wieso werden temperamentvolle Kinder – nach einem wahrhaft stürmischen Herbst – jetzt richtig gemütlich?

Freuen Sie sich auf die nun beginnenden gemütliche „Staade Zeit“ und nutzen Sie diese für sich so gut es geht. Jammern Sie nicht dem Sommer hinter her. Sondern nutzen Sie den Sommer wenn er da ist. Es gibt keinen Sommer ohne Winter, es gibt kein Anpacken ohne Ausruhen, es gibt keine klugen Lebensschritte im nächsten Jahr ohne vorherige Ein-Sicht in sich selbst.

Welche Träume sollen nächstes Jahr für Sie wahr werden?

Jetzt ist die Zeit für diese Zeit.

Denn: Alles hat seine Zeit.

Ich freue mich schon Ihnen kurz vor Weihnachten ein paar Hintergründe dazu zu verraten.
Wie etwa: Warum ist Weihnachten an Weihnachten?
Was heißt eigentlich Weihnachten?
Wieso feiern wir Weihnachten grundsätzlich drei Tage zu spät?
Wieso verwenden wir einen Christbaum?
Warum legte die Kirche gerade zu diesem Zeitpunkt die Geburt Jesu?

Alles Gute!

Ihr

Jörg Romstötter