Stille macht schlau

Es wäre mir gar nicht aufgefallen, wie sehr Stille schlau macht. Für einen Nachmittag ziehe ich mich zum Schreiben an einen Waldrand zurück. Die herbstliche Sonne wärmt Gesicht und Herz. Sogar ein paar Vögel hüpfen piepsend in einem nahen Busch umher. Der Wald steht schwarz und schweiget…

Der Blick auf unsere Berge ist grandios-inspirierend.

So sitze ich und tippe selbst- und weltvergessen. Es geht richtig gut voran. Ach, könnte es doch immer so sein…

Da zerreißt das Foltergeräusch einer Heckenschere die Stille!!!

Als ob mir der Stecker gezogen wurde, sitze ich wie gelähmt da. Unfähig auch nur einen Satz zu formulieren. Dem aufsteigenden Ärger gebe ich einen satten Schlag in die Magengrube. Nicht mit mir. Ich lasse mich doch nicht ärgern wegen so einer Lappalie!
Stoisch blende ich das sirrende Gerassel aus. Tippe weiter. Und wieder sitze ich wie gelähmt.
Es geht nicht mehr. Kein sinniger Gedanke kriecht aus meinem Gehirn.
Wieder banne ich den aufsteigenden Groll. Diesmal packe ich mein Notebook auf die Seite und spaziere ein wenig umher. Habe dabei den ein und anderen Gedanken. Na ja, Begeisterung für die eigenen Geistesblitze fühlt sich anders an.

So würge ich eine gefühlte Ewigkeit, in Wirklichkeit zum Glück nur eine Stunde, die Zeit herunter und bin schon im Begriff mein Vorhaben abzubrechen und nach hause zu gehen. Als plötzlich, so schnell wie sie gegangen war, die Stille wieder zurückkehrt. Der Heckenschneider bekam wohl Mitleid mit meinen vom Lärm verschreckten Gedanken.

Wie auf Kommando trauen sich nun frische Ideen hervor und fließen direkt über die Tastatur in meinen Rechner.

Stille macht schlau. Probier´s aus.

 

Gute Zeit, jeden Erfolg und viel Natur!

Dein

Jörg Romstötter 

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