Brillanz: Denn sie wissen was sie tun

Unternehmen lechzen nach solchen Mitarbeitern: Sie sind hervorragend weil sie aus sich herauslassen was aus ihnen drängt. Mit einem Wort: sie sind brillant.
Leider sind das die Wenigsten.

Das ist ein katastrophaler Zustand! Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, fehlplatzierte Mitarbeiter durchzubringen. Und doch ist das leider Normalzustand, wenn man Studien wie jener des renommierten Gallup-Instituts Glauben schenkt, welches jährlich die immer gleichen ernüchternden Zahlen veröffentlicht.

„Wer jammert hat seine Berufung noch nicht gefunden.“
Jörg Romstötter

Unternehmen haben ein eigenes Interesse, dass ihre Mitarbeiter erkennen, welche Lebensaufgabe sie haben. Denn wer tut wozu er sich berufen fühlt, ist brillant.
„Das brauchen wir nicht. Bei uns gehen die Leute nur zum Geld verdienen in die Arbeit.“ So eine Mitarbeiterin der Personalentwicklung einer großen Bank die in den letzten Jahren immer wieder ins Straucheln geriet.

Heute überlassen wir es jedem selbst seine Berufung zu finden. Damit sind die meisten ganz offensichtlich überfordert. Das war auch noch nie in der Geschichte so. Rein aus logischen Konsequenzen hatte jede Sippe, jeder Stamm ein größtmögliches Interesse, dass jedes Mitglied seine Talente zum Wohl des Ganzen voll zur Geltung brachte.

Wir haben die Sippe der Ökonomie geopfert. Jetzt sind Wirtschaft und Staat gefordert ihrer wichtigsten Ressource, den Menschen, die Hand auf den Weg in die eigene Brillanz zu reichen. Damit bekommen wir schnell gesündere, zufriedenere und letztlich leistungsfähigere Menschen was unsere Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig hält.
Richtig angegangen, werden schnell Erfolge erzielt. Zunächst ist es wichtig, dass Führungskräfte sich ihrer originären Aufgabe – der des Führens – bewusst werden. Das heißt sich selbst darüber klar werden, ob sie sich wirklich berufen fühlen zu führen.

Denn nur ein leidenschaftlicher Führer, ist ein guter Führer.

Man spürt sofort, wenn jemand an der richtigen Position ist. Er ist seine Position, egal wie der Titel lautet.
Eine berufene Führungskraft fiebert danach seine Leute zu neuen Aufgaben mit zu reißen und steht selbstverständlich in der ersten Reihe.
Ein geborener Verkäufer lebt mit jeder Faser seinen Jagdtrieb. Er ist buchstäblich immer auf der Jagd. Damit ist er brillant.
Ein wahrer Tüftler gibt sich erst mit seinem Werk zu Frieden, wenn es perfekt ist. Egal ob der Tüftler in der Buchhaltung, am Konstruktionsprogramm oder an der Werkbank arbeitet.

Ich meine, die Unternehmen müssen von Ihren Mitarbeitern verlangen, sich ernsthaft mit ihrer Berufung auseinander zu setzen.
Damit wünsche ich mir kein Wolkenkuckucksheim. Es ist eine Tatsache, dass Menschen die wissen was sie vom Leben erwarten, mit ganz anderem Elan an ihre Aufgaben herangehen. Da braucht man nach einer Work-Life-Balance nicht zu fragen, die wird einfach gemacht.

Was drängt aus mir heraus?

Viele stellen sich diese Frage nicht. Denn die bereits das Hinfühlen Richtung Antwort ist meist heftig. Sie versuchen Ziele zu erfüllen, die häufig nicht ihre eigenen sind. Das ist praktisch, da man die innere Stimme damit vorübergehend zum Schweigen bringt.

Die Frage nach den Zielen ist für mich völlig falsch gestellt. Ein Ziel ist die logische Konsequenz aus einer Aufgabe. Eine echte Lebensaufgabe ist niemals fertig, damit sind Ziele nur Zwischenstopps.
Wer materiellen Zielen nachjagt, erntet Ernüchterung, weil sich im Grunde an seinem inneren Befinden nichts ändert. Wir müssen erkennen, welche Motivationen hinter dem jeweiligen Ziel stehen. Kennen wir diese, sind wir zu ganz anderem bereit und Etappenziele finden sich von ganz allein.

Ich habe den Eindruck, es ist ein kollektives „Sich konzentrieren“. Wir konzentrieren uns permanent auf irgend etwas. Dazu ist der Mensch nicht gemacht. Mit der Folge, dass es uns von uns selbst, unserem eigenen Sinn weg bringt. Man weiß, dass Jäger- und Sammlerkulturen durchschnittlich deutlich weniger Zeit für ihren Unterhalt täglich aufgewendet haben als sesshafte Bauern. Nur sesshaft sind wir die geringste Zeit der Menschheitsgeschichte. Die prähistorische Lebensweise ist fest in unseren Genen verankert. Natürlich macht es keinen Sinn an Jäger- und Sammlerkulturen anknüpfen zu wollen. Wir können jedoch einige der damals üblichen Lebensgewohnheiten – die logischer Weise alle mit der Natur zu tun haben – für uns heute gewinnbringend anwenden.
Zum Beispiel den Blick aus der Konzentration wohltuend als unfixierten Blick in die Ferne richten. Eine sofort wirksame Entspannungsübung.
Oder viel mehr und vor allem regelmäßig Zeit in der Natur verbringen. Im Idealfall auch allein um den Gedanken Raum zu geben.
Oder die Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft in ihren ursprünglichsten Formen genießen und an uns heran lassen.

Das tun wir heute nicht mehr und wundern uns, dass wir keine Erdung mehr haben und nicht mehr in unserer Mitte sind.

Wie auch, wenn wir nie den Boden tatsächlich berühren.
Scheint die Sonne, setzen wir sofort die Sonnenbrille auf. Echtes Wasser haben die Wenigsten je getrunken, wirklich frische Luft ist den Meisten unbekannt und Feuer kennt man vom Zigarette anzünden oder Grillen.
Im Grunde ist es ganz einfach.

Nur tun muss man es.

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Alles Gute!

Ihr

Jörg Romstötter 

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Den nächsten Blog-Beitrag gibt es – wie immer – nächsten Donnerstag.

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