Winterdepression adé.

Müde, antriebslos, schwer in die Gänge und gleichzeitig heißhungrig? Geht es Dir auch momentan so?
Wundere Dich nicht, da fühlst Du Dich wie ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer um diese Jahreszeit.

Auch wenn unter einer Winterdepression Leidenden nicht unbedingt nach lockerer Rede zu Mute ist, verbirgt sich hinter dem Phänomen Winterdepression ein sehr spannender Aspekt:

Unsere Umgebung beeinflusst maßgeblich unser Empfinden und damit unser Denken und Handeln.
Das erleben aktuell etliche Winterdepressive sehr eindrucksvoll am eigenen Leib. Das sollte uns generell zu Denken geben, wo wir uns das gesamte Jahr über so aufhalten. Wo wir wohnen und arbeiten. Wo wir schlafen und essen. Wo und wie wir unsere Freizeit verbringen.

Was ist die Ursache für die Winterdepression?

Wenig Licht bedeutet weniger Ausschüttungs des Stimmungsaufhellers Serotonin (Hormon). Denn unsere Zirbeldrüse im Gehirn bekommt weniger elektrische „Licht-Impulse“ von der Netzhaut und schüttet mehr vom Tag-Nacht-Rhythmus-Steuermann Melatonin aus.

Das Resultat:
Unser Gehirn glaubt, es sei Zeit zu Schlafen und zu Dösen. Eine uralte Schutzfunktion, um über den Winter wenig Energie zu verbrauchen.
Das passt überhaupt nicht in unseren heutigen Alltag, der ständig Aktion von uns wünscht und wir fühlen uns noch weit weniger gut.

Wozu kann diese Stimmung nützlich sein?

Sie macht uns ruhig, sanft und introvertiert. Bietet also die Möglichkeit, Personen und Sachverhalte aus einer vielleicht seltenen Warte zu betrachten. Dadurch vielleicht Aspekte zu erkennen, die während des übrigen Jahres verborgen bleiben.
So Mancher wird dadurch vielleicht während des gesamten Jahres umsichtiger und milder oder auch konsequenter agieren.

Durch die Wahl unserer Umgebung können wir unsere Fühl-, Denk-, und Handlungsweise maßgeblich beeinflussen. Wir können mit dieser Erkenntnis also ebenso maßgeblich unseren Lebens- und Arbeitsoutput steuern.

Das hilft nur bedingt: Fliehen.
Willst Du der dunklen Zeit entrinnen, dann musst Du das schon komplett tun. Nur mal kurz ein oder zwei Wochen in die Sonne flitzen ist ganz nett und bringt sicher einer vorübergehende Aufhellung. Nach Rückkehr brauchst Du aber eine Strategie für weitere drei Monate. So lange wird die Sonnen-gute-Laune aus dem Süden kaum vorhalten.

Was können wir tun, um nicht den negativen Auswirkungen der Winterdepression zu verfallen?

Die zweifellos beste Methode ist: viel Bewegung in der Natur zur hellsten Zeit des Tages.
Bewegung generell und besonders wirksam draußen im Stimmungs-Turbo Natur fördert die Ausschüttung der Kreativitäts-und Stimmung-Pumpen Dopamin und Endorphin:
– phantasievoll
– scharf denkend und Sinne schärfend
– differenziert meinungsbildend
– leistungsfähig
– konzentriert
– stimmungsaufhellend bis antidepressiv oder glücklich bis euphorisch.

Natur macht doppelt glücklich:
Wir bewegen uns zwangsläufig mehr, so bald wir in die Natur gehen.
Natur wirkt selbst bereits immens stimmungsaufhellend. Egal ob wir uns bewegen oder nicht.
Oder macht Natur sogar dreifach glücklich? Denn überflüssige Pfunde purzeln da ganz nebenbei von alleine.

Du hast schlicht keine Zeit um während der hellsten Tagesstunden hinaus zu gehen?
Hast Du dies schon versucht?
– Mittagspause spazierend verbringen. Wenigsten für 15 Minuten.
– Zum Nachdenken oder Telefonieren einen Spaziergang
– Das ein oder andere Telefonat im Garten, am Balkon, auf der Terrasse oder wenigstens am weit geöffneten Fenster führen
– Eine Besprechung im Gehen führen
– Am Wochenende tüchtig Licht, Luft und Bewegung in der Natur tanken. Egal bei welchem Wetter. Damit überbrückst Du auch einige licht- und bewegungsarme Arbeitstage.

Dicht folgt die zweite Methode: Geselligkeit.
Auch der rege Austausch mit geschätzten Menschen wirkt gehörig stimmungsaufhellend. Wohlgemerkt mit positiv denkenden Zeitgenossen. Mit ewigen Griesgrämern und Alles-ist-schlecht-Sehern kannst Du Dich erst so richtig in eine depressive Stimmung hineinreden.
Treffe Dich regelmäßig mit Menschen die etwas vor haben im Leben. Mit denen Du gemeinsam in die Zukunft blicken kannst und willst.
Das macht Lust auf die Zukunft und lässt Dich Chancen und Möglichkeiten erkennen.

Und noch ein paar Methoden, welche die beiden genannten optimal unterstützen:
Nahrungsmittel mit Magnesium wie Bananen, Beeren, Geflügel sowie Milch- und Vollkornprodukte. Außerdem Fisch und Nüsse.
Chili setzt durch Capsaicin ebenfalls Endorphine frei.

Wer noch mit Pflanzenwirkstoffen nachhelfen möchte kann Johanniskraut und Rosenwurz wählen. Bitte informiere Dich über mögliche Nebenwirkungen.

Noch ein Tipp für alle die sich dauerhaft so gar nicht aufraffen können um hinaus zu gehen oder sich mit Freunden zu treffen: Beauftrage einen lieben Menschen, Dich immer wieder aufzuscheuchen und wenn nötig auch mal „zu treten“. Mit ein Bißchen Penetranz wirst Du dann von alleine aktiv.

Komm gut über den Winter!

Nach dem Winter folgt Schmuddelwetter und schließlich die Sommerhitze. Wie Du die Unbilden des Wetters in Vorteile für Dich wandelst erfährst Du hier und hier.

Gute Zeit, jeden Erfolg und viel Natur!

Dein

Jörg Romstötter 

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